Wie geht es nun weiter mit 5G?

Im Frühjahr des Jahres 2019, genauer gesagt vom 19. März bis zum 12. Juni, hat die Bundesnetzagentur die Frequenzen für 5G versteigert. Nach über 497 Bieterrunden standen die Sieger fest und diese lauten: Telefonica, Vodafone, Telekom und die Drillisch Netz AG. Diese vier Unternehmen haben nun die verantwortungsvolle Aufgabe, Deutschland flächendeckend mit dem ultraschnellen 5G-Netz zu versorgen. Zwischen der Bundesnetzagentur und den potenziellen Bietern gab es im Vorfeld große Uneinigkeit, denn die Bundesregierung wollte unbedingt die Bedingung durchsetzen, dass die künftigen 5G-Anbieter landesweit und lückenlos ihre Dienste anbieten müssen.

Die Anbieter wollten dies nicht hinnehmen, da es Investitionen in Gebiete bedeutet hätte, die nicht lukrativ sind. Doch die Bundesregierung bestand auf die Ausdehnung des Netzes über das gesamte Territorium der Bundesrepublik. Am Ende war man sogar bereit, trotz aller Bedenken, den chinesischen Anbieter Huawei mit ins Boot zu holen. Die Bundesregierung konnte sich mit ihrer Forderung weitestgehend durchsetzen und wir blicken nun gespannt auf die technische Umsetzung des „Internets der Dinge“, wie 5G auch gerne genannt wird.

Was wird alles möglich?

5G soll die Kommunikation von Autos und einfach allen physischen Gegenständen untereinander möglich machen. Es werden bahnbrechende Entwicklungen erwartet, sei es im Bereich der Logistik, des Personenverkehrs und natürlich bei der Energieversorgung sollen neue intelligente Lösungen umgesetzt werden.

Vodafone ist das erste Unternehmen , das seinen Kunden schon Smartphones mit 5G-Geschwindigkeit anbietet. Hier sei aber ehrlicherweise erwähnt, dass dies für die allermeisten Anwendungen aktuell keinen großen Unterschied macht. Die meisten Apps und ihre verknüpften Dienste sind für die Geschwindigkeiten des 4G konzipiert und profitieren von dem Zuwachs an Übertragungsmöglichkeiten kaum.

Das Fürstentum Monaco gilt seit kurzen als der erste Staat, der flächendeckend 5G anbietet. Dies gelang mithilfe des chinesischen Staatskonzerns Huawei, eine Unterstützung, die die Regierung in Paris mit Argusaugen beobachtet.

Aktuell werden die Weichen für das Netz von morgen gestellt, und die Politik mischt sich stärker ein denn je. Wir sind im Moment Teil einer extrem spannenden Epoche.